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Top Destination für Prävention, Diagnose und Therapie

Berlin ist auch medizinisch die Hauptstadt Deutschlands. In keiner anderen Metropole findet sich eine vergleichbare Dichte an Kliniken und Praxen mit einem derart breiten Leistungsspektrum. An keinem anderen Ort arbeiten Medizintechnik und Biotechnologie so eng mit klinischen Partnern zusammen; nirgendwo sonst findet sich eine vergleichbare Landschaft medizinischer Wissenschaft und Forschung. 

Immer mehr Menschen aus der ganzen Welt kommen zur Prävention, Diagnostik und Therapie nach Berlin. Seit 2012 ist die Zahl der internationalen Gäste, die aus medizinischen Gründen nach Berlin kommen, um 15 Prozent gestiegen. Vor allem Patienten aus dem arabischen Raum, Russland und China lassen sich hier behandeln. In den Berliner Krankenhäusern und ambulanten Praxen finden sie die besten Ärzte und selbst für seltene Erkrankungen einen geeigneten Spezialisten.

Doch Berlin bietet noch mehr: Wer sich nach einer medizinischen Behandlung erholen will, findet in der grünen Metropole zahlreiche Möglichkeiten für Entspannung, Genuss und Kultur. Die umliegende Region Brandenburg bietet ein umfassendes Spektrum an Rehabilitations-, Bewegungs- und Erholungsangeboten, häufig an Seen oder im Wald gelegen. Hier kann man seine Kräfte regenerieren und wieder ganz gesund werden.

Medizinische Exzellenz: Neuigkeiten in Diagnostik und Therapie

Biobank
Foto: Berlin Institute of Health

Neue Biobank bietet umfangreiche Infrastruktur für exzellente Forschung

Seit Dezember 2016 verfügt Berlin über eine hochmoderne Biobank. Die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Berliner Institut für Gesundheitsforschung/Berlin Institute of Health (BIH) verfügen damit über eine deutschlandweit einzigartige Infrastruktur. Bis zu zwei Millionen Laborproben von Patienten können zukünftig in dem neu errichteten Gebäude auf dem Campus Virchow-Klinikum gelagert und für Forschungsvorhaben zur Verfügung gestellt werden. In der Biobank wird das biologische Material zusammen mit den korrespondierenden Behandlungsdaten gesammelt, verschlüsselt und gelagert. Anhand der Sammlung lassen sich zukünftig Krankheitsverläufe und –ursachen besser studieren und neue personalisierte Therapien können entwickelt werden. Hier erhalten Sie mehr Informationen zur Charité.

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Charité – Universitätsmedizin Berlin

Berliner Wissenschaftspreis 2016 geht an Professor der Charité

Der Neurowissenschaftler und Schlaganfallexperte Prof. Dr. Ulrich Dirnagl hat den Wissenschaftspreis 2016 der Stadt Berlin erhalten. Mit der Auszeichnung werden seine zahlreichen Forschungsbeiträge auf dem Gebiet der Schlaganfallforschung, des zerebralen Blutflusses und der Bildgebung des Gehirns gewürdigt. Der international renommierte Wissenschaftler ist Leiter der Experimentellen Neurologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Direktor des Centrums für Schlaganfallforschung Berlin. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 40.000 Euro dotiert. Hier erhalten Sie mehr Informationen zur Charité.

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Kai Abresch Fotografie

Babyherz ohne Fremdblut erfolgreich operiert

Mit nur 11 Tagen gehört die kleine Lotte zu den jüngsten Patienten, bei der eine komplexe Herzoperation ohne Einsatz von Fremdblut gelungen ist. Im Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) wurde dabei eine eigens für Neugeborene entwickelte Herz-Lungen-Maschinen eingesetzt. Schon seit vielen Jahren arbeiten die Chirurgen und Kinderkardiologen des DHZB an Systemen, die ohne Spenderblut auskommen. So kann das Risiko einer Infektion oder von Unverträglichkeitsreaktionen minimiert werden und die Patienten erholen sich schneller. Derzeit ist das DHZB das einzige Herzzentrum weltweit, das diese Systeme routinemäßig einsetzt. Hier erhalten Sie mehr Informationen zum DHZB.

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Versorgung auf höchstem Niveau

Kins im Krankenhaus spricht mit Arzt
GettyImages, Foto: monkeybusinessimages

Umfassende medizinische Versorgung von höchster Qualität

Moderne Konzepte der Gesundheitsversorgung zielen darauf ab, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Zur Prävention gehören Bewegung und gesunde Ernährung ebenso wie regelmäßige Untersuchungen der wichtigsten Organe wie Herz oder Lunge – damit schwere Erkrankungen frühzeitig entdeckt werden können. Viele Berliner Krankenhäuser und Praxen stellen sich auf Patienten ein, die in die Hauptstadt kommen, um ein Check-Up-Programm zu absolvieren. Sie bieten kleinere Basis-Untersuchungen bis hin zu kompletten Analysen aller Organe, alles ohne Wartezeiten und mit exquisitem Service.

Bei Verdacht auf eine Erkrankung setzen Berliner Kliniken und Praxen modernste diagnostische Verfahren ein. Dazu zählen CT, MRT und Röntgen. Auch Gefäß- und Kardiodiagnostik, Darm- und Brustkrebsvorsorge sowie modernste Labordiagnostik werden genutzt. 

Wenn Patienten eine bestimmte Behandlung benötigen, finden sie in den zahlreichen Berliner Krankenhäusern Angebote der Grundversorgung bis hin zur High-End-Medizin. Einfache plastische Operationen werden sicher und professionell durchgeführt. Auch komplizierte herzchirurgische Eingriffe, ein Gelenkersatz oder eine Knochenmarks- oder Lebertransplantation werden geboten. 

Kinder mit ihren besonderen therapeutischen Bedürfnissen werden in den Berliner Krankenhäusern mit größter Expertise und Sorgfalt behandelt. Die Charité bietet ein in Deutschland einzigartiges Programm für Kinder mit seltenen oder schweren Erkrankungen. Interdisziplinäre Ärzteteams stehen bereit, um die richtige Diagnose zu treffen. Sie führen umgehend die geeignete Behandlung durch, damit die kleinen Patienten schnell wieder nach Hause reisen können. 

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Qualitätsmanagement in deutschen Krankenhäusern

Qualität wird im deutschen Gesundheitssystem und auch in Berlin groß geschrieben. Es ist Krankenhäusern gesetzlich vorgeschrieben, die Qualität ärztlicher Leistungen sicherzustellen und nachzuweisen. Dabei werden für zahlreiche Bereiche bestimmte Qualitätsindikatoren definiert. Krankenhäuser sind gesetzlich verpflichtet, jedes Jahr strukturierte Qualitätsberichte vorzulegen – diese Berichte können Patienten zumeist im Internet einsehen. Zu den Maßnahmen der Qualitätssicherung gehört, dass Krankenhäuser nur Behandlungen durchführen dürfen, die sie in einer bestimmten Mindestanzahl pro Jahr erbringen. Dies stellt sicher, dass die nötige Expertise vorhanden ist. 

Zu den deutschen Qualitätsvorschriften gehören auch strenge Regeln für die Hygiene im Krankenhaus. Sie sollen die Verbreitung multiresistenter Keime (z.B. MRSA, ESBL) eindämmen und damit die Patienten vor lebensbedrohlichen Infektionen schützen. Zu den Hygienevorschriften können ausführliche Untersuchungen bei der Aufnahme gehören. Es kann strenge Regelungen für Besucher geben, falls ein Verdacht auf Keime besteht. Sollte sich dieser bestätigen, werden Patienten auf Isolierstationen behandelt, um andere Patienten vor Ansteckung zu schützen. 

Das Niveau der Versorgung in Deutschland hat durch die intensive Qualitätssicherung einen sehr hohen Standard erreicht. Um die Medizin weiter zu verbessern, setzen zahlreiche ärztliche Initiativen auf ein aktives Fehlermanagement. Renommierte Kliniken sind federführend in den Qualitätszirkeln. Sie gehen mit ihrem guten Beispiel voran.

            

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Kliniken: Breites Versorgungsspektrum

In Berlin gibt es mehr als 90 Krankenhäuser, die über ca. 22.000 Betten verfügen. Die Krankenhäuser übernehmen die umfängliche medizinische Versorgung der Patienten. Dabei werden aufwändige Behandlungen, Operationen mit hochspezialisiertem medizintechnischen Gerät durchgeführt. Eine enge und genaue Beobachtung und Pflege ist bei stationärem Aufenthalt gewährleistet. Die Berliner Krankenhäuser erbringen Diagnose, Therapie und Nachsorge in allen medizinischen Fachbereichen und bei nahezu jedem erdenklichen Krankheitsbild.

Die Krankenhäuser in Berlin sind von unterschiedlicher Größe und Spezialisierung. Neben den Häusern, die die Grundversorgung sicherstellen, gibt es Kliniken, die auf bestimmte Erkrankungen wie z.B. der Kardiologie oder der Orthopädie spezialisiert sind. Dazu kommen sogenannte Maximalversorger, die komplexe und komplizierte Krankheitsbilder nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen interdisziplinär therapieren. Dazu zählen alle Standorte der Charité, sowie Standorte von Vivantes und der Helios Kliniken. Universitätskliniken wie die Charité verbinden ihre Arbeit zusätzlich mit wissenschaftlicher Forschung und Lehre.

Die medizinische Rehabilitation ist in Deutschland eine eigenständige medizinische Fachrichtung. Sie wird in spezialisierten Krankenhäusern erbracht. Ziel ist es, Menschen voll und ganz wiederherzustellen, damit sie ihr Leben und Arbeitsleben wieder mit eigener Kraft bewältigen können. Rehabilitation wird nach kardiovaskulären Operationen eingesetzt, um mit Bewegung und Ernährung wieder ein gesünderes Leben führen zu können. Nach orthopädischen Eingriffen werden Bewegungsabläufe wieder erlernt. Die onkologische Rehabilitation soll das Leben unter neuen Vorzeichen erleichtern. 

Hinsichtlich ihrer Organisationsstruktur befinden sich die Berliner Krankenhäuser in den Händen verschiedener Trägerschaften. Es gibt Krankenhäuser in öffentlicher, privater oder gemeinnütziger Trägerschaft. Für die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten macht dies keinen Unterschied, Stil und Art der Patientenbetreuung können in den Häusern verschieden sein.

Auswahl an Krankenhäusern

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GettyImages, Foto: sanjeri

Schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen

Spitzenforschung und Spitzenmedizin hängen eng zusammen. Patienten, die sich in Berlin behandeln lassen, profitieren von der schnellen Übersetzung neuer Produkte und Verfahren in den medizinischen Alltag der Kliniken. Dafür sorgt die enge Vernetzung der Berliner Kliniken mit einer überaus lebhaften Forschungslandschaft und den zahlreichen Unternehmen der Biotechnologie und Medizintechnik. 

Aktuell arbeiten allein 35 große Forschungseinrichtungen und Hochschulen mit Schwerpunkt in den Lebenswissenschaften in der Hauptstadt. Dazu zählen das international renommierte Max Delbrück Centrum für Molekulare Medizin, das Fraunhofer- und Max-Plack-Institut sowie Institute der Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaften. Mit dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIH) wurde im Jahr 2013 von der Charité und dem Max-Delbrück-Centrum eine biomedizinische Forschungseinrichtung geschaffen. Sie setzt sich dafür ein, Forschungsergebnisse aus den Lebenswissenschaften noch schneller und gezielter für die Patienten nutzbar zu machen.  

Das exzellente wissenschaftliche Umfeld und eine große klinische Forschungslandschaft haben in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich immer mehr globale Pharmaunternehmen in Berlin angesiedelt haben. Auch zahlreiche kreative Existenzgründer setzen in Berlin ihre innovativen Projekte für die Zukunft der medizinischen Versorgung um. 

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Tradition und Innovation

visitBerlin, Foto: Pierre Adenis

Traditionsreich und hochmodern

Berlin vereint eine jahrhundertealte medizinische Tradition mit modernsten medizinischen Entwicklungen. Die Berliner Charité hat mit ihren Pionieren Medizingeschichte geschrieben – darunter Rudolf Virchow, Robert Koch und Paul Ehrlich. Als Forschungseinrichtung hat die Charité mehr als die Hälfte aller deutschen Nobelpreisträger in Physiologie und Medizin hervorgebracht. Aufgrund zahlreicher Exzellenzprojekte und Forschungsbereiche der renommierten Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zählt sie auch heute noch zu den forschungsintensivsten medizinischen Einrichtungen Deutschlands.

Um immer neuen medizinischen Herausforderungen begegnen zu können, nimmt die klinische Grundlagenforschung eine elementare Rolle ein, ebenso wie die Schlüsseldisziplinen der Informations- und Nanotechnologie. Durch die enge Vernetzung der Akteure aus Klinik und Forschung entstehen täglich medizinische Innovationen, die den Patienten direkt zugutekommen. Eine lebhafte Startup-Szene sucht nach digitalen Lösungen für die Gesundheitsversorgung. Dies steigert zusätzlich das Tempo medizinischer Innovation in Berlin.

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visitBerlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Charité – das größte Universitätsklinikum Europas

Die Berliner Charité ist das traditionsreichste und gleichzeitig größte Universitätsklinikum Europas. Sie wurde im Jahr 1710 als Pesthaus vor den Toren Berlins gegründet. Bereits ein Jahrhundert später wurde die Klinik komplett umgebaut und zur medizinischen Fakultät der frisch gegründeten Berliner Universität. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand das Rudolf Virchow Krankenhaus, Ende des 20. Jahrhunderts fusionierte die medizinischen Fakultät der Humboldt-Universität mit dem Virchow-Klinikum zum "Universitätsklinikum Charité“. Durch eine weitere Fusion mit dem "Universitätsklinikum Benjamin Franklin" der Freien Universität entstand im Jahr 2003 eine der größten Universitätskliniken Europas: die "Charité – Universitätsmedizin Berlin". Sie verfügt über vier große Campusse. Dort verbinden sich akademische Lehre, Forschung und Patientenversorgung unter dem Motto „Forschen, Lehren, Heilen, Helfen“ zu einem großen gemeinsamen Ganzen.

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Berlin: führender Forschungsstandort Deutschlands

Berlin ist europaweit einer der führenden Standorte für Wissenschaft und Forschung. Dazu tragen vor allem die Schwerpunkte Medizin, Medizintechnik und Biotechnologie, sowie optische Technologien, Informations- und Kommunikationstechnologien bei. Insgesamt vier Universitäten, die Charité – Universitätsmedizin Berlin, sieben Fachhochschulen und über 30 private Hochschulen ziehen Menschen aus aller Welt an, die hier lernen, forschen und lehren. 

Technologieparks sorgen für eine intensive Vernetzung von Wissenschaft und Anwendung. So sind z.B. in der Wissenschaftsstadt Berlin Adlershof über 1.000 Firmen, zehn außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und der Wissenschaftscampus der Humboldt-Universität angesiedelt. Damit ist der Park einer der erfolgreichsten Standorte für Hochtechnologie in Deutschland. Über 15.000 Menschen arbeiten hier, über 6.500 Studenten bevölkern das städtebaulich entwickelte Gebiet. 

Der Technologiepark Berlin-Buch ist mit 31.000 qm einer der größten Biotechparks Deutschlands. Er verbindet Grundlagenforschung und medizinische Forschung mit dem Fokus auf Biotechnologie und Biomedizin. Ein Gründerzentrum unterstützt Start-ups; zahlreiche Life-Science-Unternehmen sind hier angesiedelt. Die Atmosphäre des Campus trägt zu einem intensiven Technologietransfer bei und ermöglicht interdisziplinäre Projekte.

Alle nationalen Forschungsorganisationen wie die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG), die Helmholtz-Gesellschaft (HGF), die Leibniz-Gemeinschaft (WGL) oder die Max-Planck-Gesellschaft sind in Berlin mit mehreren Instituten vertreten. Die 2009 gegründete Einstein Stiftung Berlin soll Wissenschaft und Forschung auf internationalem Spitzenniveau fördern. Damit will sich Berlin auch langfristig als attraktiver Wissenschaftsstandort etablieren. 

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Digitale Technologien auf dem Vormarsch

In Zeiten der Globalisierung und der weltweit älter werdenden Gesellschaften rücken Anwendungen der sogenannten „E-Health“ immer stärker in den Fokus. Dabei werden bei der Prävention, Diagnose, Behandlung und Überwachung von Patienten moderne Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt. Sie ermöglichen einen schnelleren und sicheren Informationsaustausch, oftmals über Ländergrenzen hinweg.

Berlin verfügt über einen starken Sektor in der Informationstechnologie und ist seit vielen Jahren in der Entwicklung telemedizinischer Anwendungen aktiv. Kliniken, Forschungsinstitute und telemedizinische Zentren entwickeln Hand in Hand Dienstleistungen der medizinischen Informatik und Telemedizin und wenden diese im klinischen Alltag an. 

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ICC Berlin International Congress Center
visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Stadt der Medizinkongresse und –tagungen

Berlin ist deutschlandweit führende Kongresshauptstadt und zählt auch im internationalen Vergleich zu den 5 wichtigsten Ausrichtern von Kongressen und Tagungen. Den größten Teil machen die Veranstaltungen im medizinischen und pharmazeutischen Bereich aus. Eine aktuelle Übersicht stellt das Berlin Convention Office zur Verfügung: Kongresskalender Medizin & Pharma.  


Im Oktober jeden Jahres findet der World Health Summit statt, in dessen Rahmen mehr als 1.600 Entscheidungsträger und Repräsentanten aus über 80 Ländern aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft über aktuell relevante Themen und zukünftige Herausforderungen in der Medizin und Gesundheitsversorgung diskutieren.

 

 

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Hochqualifizierte Fachkräfte

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Vielfalt medizinischer Experten

Wer in Deutschland Arzt werden will, muss ein Studium der Humanmedizin absolvieren. Es ist streng geregelt und dauert ca. sechs Jahre. Wer es erfolgreich durchlaufen hat, erwirbt den Titel „Ärztin“ oder „Arzt“. Dann kann die Zulassung als Arzt, die sogenannte „Approbation“ beantragt werden. Nachfolgend kann der Arzt sich in einer bestimmten Fachrichtung weiterqualifizieren und den Titel „Facharzt“ erwerben. Er kann auch zusätzlich promovieren und so den Titel „Dr. med.“ erhalten. Er kann sich außerdem an einer Universität habilitieren und erhält somit den Titel „Professor“. Ärzte die sich habilitiert haben, können auch sogenannten „Privatdozenten“ oder „PD“ sein. Das bedeutet, dass sie aktuell keine Hochschul-Professur innehaben. 

Für internationale Patienten ist es wichtig zu wissen, dass Ärzte ohne Approbation in Deutschland keine Patienten behandeln dürfen. Damit sind Patienten davor geschützt, dass Fachpersonen ohne ausreichende Kenntnisse ärztliche Tätigkeiten ausführen. 

Hat ein Arzt keinen Titel wie „Dr.“ oder „Prof.“, bedeutet das in Deutschland nicht, dass er oder sie kein Arzt ist. Denn jeder im Krankenhaus arbeitende Arzt hat grundsätzlich alle gesetzlichen Prüfungen durchlaufen. Er ist dafür qualifiziert ist, Patienten zu behandeln, egal ob er einen „Dr.“-Titel trägt oder nicht.

Auswahl an Chefärzten und Spezialisten

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Niedergelassene Ärzte

In Berlin arbeiten neben den Krankenhausärzten weitere 9.200 Ärzte in Allgemein- und Facharztpraxen und behandeln dort Patienten ambulant. Sie verfügen grundsätzlich über die gleiche Qualifikation wie Ärzte an Krankenhäusern. Oftmals haben sie, ehe sie in der Praxis tätig wurden, dort gearbeitet. Dabei haben sie eine mehrjährige Weiterbildung mit Prüfung absolviert, um die Bezeichnung „Facharzt“ zu erwerben. 

Berlin bietet mit seiner großen Dichte an niedergelassenen Ärzten über das denkbar breiteste Spektrum an medizinischen Fachrichtungen und fachärztlichen Spezialisierungen. Neben Allgemeinärzten finden Sie Fachärzte für Kinderheilkunde, für Zahnmedizin und Kieferorthopädie oder für Hautkrankheiten. Auch Fachärzte für Kardiologie, Onkologie oder Strahlentherapie und vieles andere mehr stehen zur Verfügung.

Oftmals arbeiten mehrere Fachärzte in einem Zentrum zusammen. Für Patienten ist von Vorteil, dass sie rund um ein bestimmtes Erkrankungsbild alle ärztlichen Expertisen unter einem Dach finden. Damit profitieren sie direkt vom interdisziplinären Austausch der Ärzte untereinander. Zum Beispiel kann man sich in einem Facharztzentrum für Orthopädie bei allen erdenklichen orthopädischen Erkrankungen konservativ aber auch operativ behandeln lassen – inklusive der radiologischen Diagnostik und der physiotherapeutischen Nachsorge.

Auswahl an Arztpraxen

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Professionelle Pflege mit persönlicher Zuwendung

In Deutschland arbeiten ca. 1,2 Millionen Menschen im Beruf des Pflegers oder der Pflegerin. In Berlin kümmern sich rund 42.000 Gesundheits- und Krankenpfleger in den Krankenhäusern um die Versorgung und Pflege der Patienten sowie um kranke und ältere Menschen in ambulanten Pflegeeinrichtungen. Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ist gesetzlich geregelt und dauert drei Jahre, sie schließt mit einer Prüfung ab. Nachfolgend können sich Pflegekräfte weiter qualifizieren und sich z.B. auf den Bereich des Operationsdienstes und der Intensivmedizin spezialisieren. Pflegekräfte verfügen über solides medizinisches Wissen und meist über umfangreiche berufliche Erfahrung im Umgang mit dem Patienten. Qualitätsorientierte Kliniken legen großen Wert auf die Weiterqualifizierung ihres Pflegepersonals. Sie sorgen für permanente Schulungen und Rezertifizierungen bereits erreichter Kompetenzen, z.B. im Bereich der Wundversorgung oder der Hygiene.

Patienten in Kliniken können sich mit jedem Anliegen, sei es medizinisch, menschlich oder sozial, an eine betreuende Pflegekraft wenden. Viele Berliner Kliniken bieten mehrsprachige Betreuung durch internationale Pflegekräfte, die den Patienten in seiner Muttersprache betreuen können. Wenn dies nicht möglich ist, kann häufig ein Dolmetscher zur Verfügung gestellt werden.

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Regeneration nach dem Krankenhausaufenthalt

Wer nach einem Krankenhausaufenthalt wieder vollständig genesen möchte, benötigt oftmals weitergehende medizinische Unterstützung. Möglicherweise ist ein Patient nach einem orthopädischen Eingriff bereits selbständig in der Lage den Alltag zu meistern, benötigt jedoch noch Übungen oder Behandlungen zur Unterstützung der Genesung. In solchen Fällen können Patienten das Angebot ambulanter Physiotherapeuten in Berlin in Anspruch nehmen. Mit einer Überweisung des behandelnden Arztes vereinbart der Patient möglichst in der Nähe seines Hotels oder Apartments und nach Prüfung des Therapieangebots Termine mit einer Physiotherapie-Praxis.  Gemeinsam mit dem Patienten legen die Therapeuten individuelle Behandlungspläne fest. Sie definieren über einen bestimmten Zeitraum notwendige Behandlungseinheiten.

Ein breites Netz des Fachhandels für Gesundheitsprodukte und Arzneien ist für Deutschland wie auch für Berlin typisch. Es gibt über 900 Apotheken in der Stadt. Sie haben den gesetzlichen Auftrag, die Versorgung mit Arzneimitteln sicherzustellen. Außerdem erfüllen Apotheken einen Nacht- und Notdienst und fertigen individuelle Rezepturen an. In Apotheken erhalten Sie das gesamte Spektrum freiverkäuflicher wie auch verschreibungspflichtiger Arzneien sowie eine umfassende fachliche Beratung zur Einnahme oder Anwendung. Die Verschreibungspflicht ist in Deutschland weitreichender geregelt als z.B. in den USA oder in vielen anderen Ländern der Welt. Es kann also sein, dass Ihnen ein Medikament, das Sie als freiverkäuflich kennen, hier ein Arzt verschreiben muss. Einen ebenso wichtigen Service bieten die über 250 Sanitätshäuser der Stadt. Hier bekommt der Patient auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung medizinische Hilfsmittel, wie z.B. orthopädische Einlagen, maßgefertigte Schuhe oder Gehhilfen. Das geschulte Fachpersonal berät ebenso im Bereich der Diabetiker- oder Sportversorgung oder bei Rollstuhlbedarf.

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