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Umfassende medizinische Behandlungsmöglichkeiten in Berlin

Arzt Stethoskop Diagnostik
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Patienten, die zur Behandlung eines gesundheitlichen Problems nach Berlin kommen, finden hier das gesamte Spektrum ärztlicher Expertise in allen medizinischen Fachgebieten. In den rund 90 Krankenhäusern arbeiten Ärzte aller Fachgebiete interdisziplinär zusammen. Hinzu kommen etwa 9.200 niedergelassene Ärzte, die auf die einzelnen Fachbereiche spezialisiert sind und in ihren Praxen die ambulante Versorgung der Patienten leisten. Sie können auch seltene und komplizierte Erkrankungen fachgerecht behandeln.

Auf dieser Seite finden Sie grundlegende Informationen zu den Behandlungen und medizinischen Fachbereichen, die von Patienten am häufigsten nachgefragt werden. Die Auswahllisten zeigen Ihnen gezielt Krankenhäuser und Arztpraxen an, die auf die von Ihnen gesuchte Fachrichtung spezialisiert sind.

Übersicht der medizinischen Fachbereiche

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Allgemein-, Gefäß-, Viszeralchirurgie

Wenn Arme und Beine nicht richtig durchblutet werden, ist daran häufig eine sogenannte Arteriosklerose schuld – eine Ablagerung in den Blutgefäßen, die diese verhärtet und verengt. Dadurch steigt die Gefahr von Gefäßverschlüssen in allen Bereichen des Körpers. Eine koronare Herzerkrankung und Durchblutungsstörungen des Gehirns bis hin zum Schlaganfall werden so begünstigt. Für die Behandlung der Blutgefäße ist die Gefäßchirurgie zuständig: Sie umfasst die konservative, endovaskuläre oder operative Behandlung der Gefäße. Dazu gehören z.B. das Legen eines Bypass oder die Operation eines Aneurysma. 

In den meisten Kliniken arbeiten heute Gefäß- und Viszeralchirurgie eng zusammen. Die Viszeralchirurgie ist für die operative Behandlung der Verdauungsorgane sowie der Leber, Milz oder Bauchspeicheldrüse verantwortlich. Sie setzt in den letzten Jahren verstärkt auf die minimalinvasive Chirurgie und die Laparoskopie. Durch die kleinen Schnitte wird das Operationstrauma verkleinert, der Klinikaufenthalt verkürzt und der Schmerzmittelbedarf reduziert. Zusätzlich können spätere Komplikationen wie Verwachsungen oder ein Narbenbruch minimiert werden.

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Augenheilkunde

Augenerkrankungen können die vorderen Teile des Auges, wie z.B. das Lid, die Bindehaut und die Augenlinse betreffen oder auch hintere Bereiche wie Netzhaut oder Sehnerv. Durch eine Fehlbildung oder Fehlsichtigkeit wie eine Hornhautverkrümmung kann die Funktionalität des Auges beeinträchtigt werden. Auch eine systemische Erkrankung kann sich am Auge manifestieren. Etwa kann eine rheumatologische Erkrankung zu trockenen Schleimhäuten führen oder Diabetes zu einer Retinopathie. In der Behandlung von Augenerkrankungen arbeitet der Augenarzt daher eng mit Spezialisten anderer Disziplinen zusammen.

Der häufigste chirurgische Eingriff ist in Deutschland mit über 650.000 Operationen pro Jahr die Operation des Katarakts („grauer Star“). Dabei wird die getrübte Linse durch ein Implantat ersetzt. Weitere Eingriffe der Augenchirurgie sind die Glaukombehandlung sowie die Chirurgie von Hornhaut, Glaskörper oder Netzhaut. Sehr nachgefragt sind auch Eingriffe, die eine Sehhilfe ersetzen, bevorzugt mit LASIK, PRK, LASEK und anderen Laserverfahren.

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Bariatrische Chirurgie

Adipositas, die überdimensionale Vermehrung des Körperfettes, kann verschiedene Ursachen haben. Häufig sind eine zu reichhaltige und falsche Ernährung wie auch Bewegungsmangel beteiligt. Auch eine Stoffwechselkrankheit wie z.B. eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann Adipositas bedingen. Starkes Übergewicht stellt ein hohes Risiko für weitere Erkrankungen dar, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose und degenerative Wirbelsäulenerkrankungen.

Eine Therapie setzt normalerweise daran an, das Essverhalten nachhaltig zu verändern. So wird ein umfassender Ernährungsplan erstellt. Zusätzlich wird ein Bewegungsprogramm erarbeitet, das mit einem erhöhten Energieumsatz den Körperfettanteil abbaut. Darüber hinaus können psychotherapeutische Maßnahmen helfen, die jeweiligen angestrebten Veränderungen zu stützen und zu festigen. 

Wenn diese Behandlungsmethoden nicht erfolgreich sind, kann ein chirurgischer Eingriff erwogen werden. Dazu gehören das Magenband, der Schlauchmagen und der Magenbypass als restriktive Eingriffe. Sie führen zu einer Magenverkleinerung und sorgen dafür, dass der Magen nicht mehr so viel Nahrung aufnehmen kann. Andere Verfahren, wie die biliopankreatische Diversion, erzeugen eine Gewichtsreduktion durch die schlechtere Verwertung von Nahrung. Jeder adipositas-chirurgische Eingriff erfordert eine dauerhafte und regelmäßige Kontrolle. Nach dem Gewichtsverlust lassen sich viele Patienten mittels eines plastisch-chirurgischen Eingriffes die Haut straffen. Am häufigsten sind z.B. die Straffung der Bauchdecke oder der Haut an Oberarmen und Oberschenkeln.

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Dermatologie

Da die Haut das größte Organ des menschlichen Körpers ist, hat sie eine äußerst vielseitige Funktion. Sie schützt den Organismus vor Einflüssen wie Sonnenstrahlen, Kälte und Hitze oder dem Eindringen von Krankheitserregern. Unsere Haut ist außerdem so wichtig, weil sie als Sinnesorgan den Austausch mit der Umwelt ermöglicht. Ernsthafte Hauterkrankungen wie Hautkrebs werden durch äußere Einflüsse oder durch andere organische Erkrankungen hervorgerufen. In jedem Fall stellen sie für Betroffene oftmals ein weitreichendes, da auch sichtbares Problem dar.

Für die Spezialisten der Dermatologie ist im Rahmen der Diagnostik vor allem ein ausführliches Anamnesegespräch wichtig. Es hilft, mögliche Gründe von Hautveränderungen herauszufinden und damit die richtige Therapie zu planen. Ein geläufiges Untersuchungsverfahren wird mit dem sogenannten Auflichtmikroskop durchgeführt. Mithilfe dieser Methode kann der Dermatologe die Haut bis in tiefe Schichten betrachten. Dieses Verfahren ermöglicht vor allem die Früherkennung von lebensgefährlichen bösartigen Tumoren („malignes Melanom“ oder auch „schwarzer Hautkrebs“).

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Diabetologie

Mit Diabetes Mellitus wird eine Stoffwechselerkrankung bezeichnet, bei der der Blutzuckerspiegel krankhaft erhöht ist. Dazu gehört der Diabetes Typ 1, der Diabetes Typ 2 (auch Erwachsenendiabetes genannt) sowie weitere andere Diabetes-Typen wie etwa der Schwangerschaftsdiabetes. Aufgrund des häufigen Auftretens der Erkrankung wird Diabetes bereits als „Epidemie des 21. Jahrhunderts“ beschrieben. 

Typische Anzeichen für Diabetes sind Schwäche, Infektionen oder ständiger Durst. Wird der Diabetes nicht behandelt, drohen gefährliche Folgeerkrankungen und Spätfolgen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Netzhaut- oder  Nierenschaden oder gar ein „diabetischer Fuß“. Daher ist für Diabetiker eine frühe Diagnostik sowie dauerhafte Therapie von großer Bedeutung. 

Der dauerhafte, sorgsame und kontrollierte Umgang mit der Krankheit kann in einer Diabetesschulung erlernt werden. Hier erfahren Patienten, wie sie mit einem gesünderen Lebensstil, z.B. durch regelmäßige Bewegung und ausgewogene Ernährung, ihren Blutzucker senken können. Die selbstständige Messung des Blutzuckerspiegels und der richtige Umgang mit Medikamenten, wie z.B. die Verabreichung von Insulin, werden vermittelt. 

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Gastroenterologie

Ist der Magen-Darm-Trakt von einer Entzündung und Infektion betroffen, fühlen sich Patienten sehr krank und ärztliche Hilfe wird meist schnell benötigt. Zu den häufigsten Erkrankungen gehören Entzündungen der Speiseröhre, der Magenschleimhaut, des Magens und Darms sowie Darminfektionen, verursacht durch Krankheitserreger oder Parasiten. Auch Krebserkrankungen kommen im Magen-Darmbereich leider sehr häufig vor. Magenkrebs entsteht dabei oftmals durch genetische Faktoren oder wird durch falsche Ernährung, Rauchen und Alkohol gefördert. Darmkrebs ist der häufigste bösartige Tumor des Verdauungstraktes, kann aber im Anfangsstadium noch gut geheilt werden.

Auf Innere Medizin spezialisierte Ärzte setzen umfassende Diagnostik ein, um Erkrankungen richtig beurteilen und heilen zu können. Dazu gehören die Magenspiegelung (Gastroskopie) und die Darmspiegelung (Koloskopie). Der Arzt kann während dieser endoskopischen Untersuchungen bereits kleinere Eingriffe durchführen, wie z.B. eine Biopsie oder das Entfernen von Polypen.   

Wenn Koloskopien zur Vorsorge regelmäßig durchgeführt werden, kann die Erkrankungs- und Sterblichkeitsrate an Darmkrebs deutlich gesenkt werden. Die Früherkennung ermöglicht eine rechtzeitige Therapie und kann so Leben retten.   

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Gynäkologie

Die Gynäkologie widmet sich den weiblichen Organen wie der Gebärmutter, den Eierstöcken und Eileitern sowie der weiblichen Brüste. Zur Vorsorge gynäkologischer Erkrankungen gehört ein großes diagnostisches Spektrum, darunter Ultraschall, Tastuntersuchungen, visuelle Begutachtungen und Entnahme von Gewebeproben und Abstrichen. Auch die Untersuchung der Brust mithilfe der Mammografie gehört zum Leistungsspektrum der auf Gynäkologie spezialisierten Ärzte. 

Neben der Vorsorge sind auch operative und konservative Behandlungen Gegenstand der Gynäkologie. Dazu gehören z.B. die Hormontherapie, Maßnahmen zur Empfängnisverhütung, sowie Kinderwunschbehandlung.

Die Geburtshilfe als eigener Bereich der Gynäkologie umfasst die Begleitung normaler oder problematischer Schwangerschaften sowie der Geburt. Für internationale Patientinnen ist es sinnvoll, bald nach der Einreise nach Deutschland eine passende Geburtsklinik zu suchen. Die regelmäßigen Untersuchungen während der Schwangerschaft können zeigen, ob eine natürliche Geburt möglich ist oder ob ein Kaiserschnitt geplant werden sollte. Bei der Geburt in der Klinik sind neben den Ärzten immer auch Hebammen anwesend. Die Hebamme kümmert sich nach der Geburt um die Pflege und die Untersuchungen von Mutter und Neugeborenem. Sie unterstützt in Fragen der Pflege, Ernährung und des Stillens.

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Hals Nasen Ohren
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Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Bei Erkrankungen im Bereich von Ohr, Nase und Nasennebenhöhlen sowie des Mund- und Rachenbereichs kann die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (HNO) Linderung und Abhilfe schaffen. Die ärztliche Diagnostik kann etwa Funktionsstörungen beim Riechen, Hören und Schmecken analysieren, Gleichgewichtsstörungen auf den Grund gehen oder Tumore im Kopf-Halsbereich erkennen.

Zahlreiche Patienten aus dem Ausland reisen nach Deutschland, um sich in einem spezialisierten Zentrum eine Hörprothese, das sogenannte Cochlea-Implantat, einsetzen zu lassen. Eine ins Innenohr implantierte Elektrode in Verbindung mit einem professionellen Hörtraining ermöglicht es tauben und schwerhörigen Menschen, das Hörvermögen zu großen Teilen wiederzuerlangen. Einige HNO-Kliniken sind außerdem auf die Durchführung der Rhinoplastik spezialisiert. Dabei werden Größe oder Form der Nase durch einen plastisch-chirurgischen Eingriff korrigiert. Weitere häufige Eingriffe sind die Entfernung der Mandeln oder die Korrektur der Nasenscheidewand.

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Herzchirurgie Ärzte Krankenhaus Berlin
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Herzchirurgie

Die Herzchirurgie befasst sich mit der operativen Behandlung von angeborenen und erworbenen Krankheiten und Verletzungen des Herzens und dessen umgebender Gefäße. Im Gegensatz zum Kardiologen kann der Herzchirurg bei geöffnetem Brustkorb unter Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine operieren. An den ca. 80 deutschen Kliniken für Herzchirurgie wurden im Jahr 2015 130.000 Herzoperationen durchgeführt. Die häufigsten Eingriffe sind die Anlage von Koronar-Arterien-Bypässen (CABG) und Eingriffe an den Herzklappen. Auch die Herztransplantation findet in der Herzchirurgie statt.

Das therapeutische Mittel zur Behandlung verschlossener Herzkranzgefäße ist beim Herzchirurgen die Bypass-Operation, wo verschlossene Gefäße z.B. mit einer zuvor entnommenen Arterie überbrückt werden. In unkomplizierten Fällen kann ein verschlossenes Herzkranzgefäß auch kardiologisch behandelt werden, indem Stents über die Blutgefäße in das zuvor aufgedehnte Herzkranzgefäß geschoben werden. Das Beispiel zeigt, dass die richtige Behandlung des Herzens innerhalb eines interdisziplinären Teams durchgeführt werden muss. Herzchirurg, Kardiologe und Anästhesist arbeiten hier eng zusammen.

Die Grenzen zwischen den Fachrichtungen sind zunehmend fließend, da die Herzchirurgie heute bereits vermehrt minimalinvasive Methoden anwendet. Bei verkalkten Herzklappen wird häufig die Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) vorgenommen: Anstelle einer Operation am geöffneten Brustkorb wird über die Blutbahn und kurz vor dem Herzen eine künstliche Herzklappe eingeführt. Dank kontinuierlicher Weiterentwicklungen in der Herzchirurgie liegt die Überlebensrate der Patienten in Deutschland aktuell bei ca. 97 Prozent.

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Kardiologie

Wir wissen heute, dass Stressabbau, gesunde Ernährung sowie ausreichend Bewegung vielen Herz- und Gefäßerkrankungen vorbeugen können. Dennoch nimmt die Zahl der kardiologischen Erkrankungen weltweit zu, darunter solche des zuführenden (arteriellen) Systems und des ableitenden (venösen und lymphatischen) Systems. Arterielle Durchblutungsstörungen, z.B. verursacht durch Arteriosklerose, können lebensgefährdend sein, wenn sie die Blutversorgung von Herz oder Gehirn behindern. Dann muss der Kardiologe mit dem Legen eines Bypasses oder der Implantation von Stents intervenieren. 

Patienten mit einem angeborenen Herzfehler oder schweren Herzerkrankungen benötigen herzchirurgische Eingriffe, die oftmals sehr umfangreich sein können. Das große Leistungsspektrum der hochspezialisierten Chirurgen reicht vom Herzklappenersatz über den Einsatz vom Kunstherz bis hin zur kompletten Herztransplantation. Die Kinderherzchirurgie versorgt bereits kleinste Patienten, um ihnen einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen.

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Kindermedizin

Die Pädiatrie oder Kindermedizin umfasst die gleichen klinischen Fachbereiche wie bei Erwachsenen, berücksichtigt aber die besondere Situation des noch heranwachsenden Körpers. Ärzte der Kinderkardiologie, Kindernephrologie und Kinderorthopädie sind ganz zu recht gesondert ausgebildete Spezialisten. Alle Untersuchungen und Therapien finden dabei interdisziplinär statt, um das Gesamtwohl des Kindes zu garantieren. 

Internationale Familien reisen oftmals nach Deutschland in eine Kinderklinik, um ein ganz spezielles medizinisches Problem ihres Kindes zu behandeln. Oft ist die Medizin in der Heimat nicht umfassend auf kindermedizinische Bedürfnisse ausgerichtet oder die Familie erhofft sich durch zusätzliche Diagnostiken weitere Erkenntnis im Umgang mit dem erkrankten Kind. Dabei ist es äußerst wichtig, aktuelle Befunde und Informationen zum bisherigen Krankheitsverlauf mitzubringen und den Ärzten zur Verfügung zu stellen. Außerdem benötigen die Ärzte eine Beschreibung von dem Entwicklungsstand und der aktuellen Probleme. 

In der stationären Versorgung tragen zahlreiche Kinderkliniken in Deutschland das besondere Gütesiegel: „Ausgezeichnet. Für Kinder“. Diese Kliniken wurden zuvor nach Qualitätskriterien evaluiert, sie stellen eine hochwertige, altersgerechte Versorgung von Kindern und Jugendlichen sicher. Unter anderem wird positiv gewertet, wenn Eltern in den Heilungsprozess aktiv miteinbezogen werden – z.B. indem ein Elternteil mit aufgenommen wird.

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Kinderwunschmedizin

Nicht alle Paare, die sich Kinder wünschen, können diesen Wunsch ohne medizinische Hilfe erfüllen. Ein unerfüllter Kinderwunsch stellt für eine Familie oftmals eine große Belastung dar, sodass Rat in einer spezialisierten Kinderwunschklinik gesucht wird. 

In der Diagnostik suchen die Ärzte nach einer möglichen Ursache bei der Frau wie auch beim Mann. Bei Frauen wird z.B. eine Zyklusanamnese durchgeführt, mit Ultraschall oder endoskopisch finden organische Untersuchungen statt. Zur Untersuchung des Mannes gehört eine Tast- und Ultraschalluntersuchung, ein sogenanntes Spermiogramm sowie Untersuchungen des Hormonspiegels.

Je nach Diagnose bietet sich eine Vielfalt von Behandlungen an. Dies kann eine medikamentöse Therapie sein, z.B. eine Hormontherapie, ein chirurgischer Eingriff oder eine künstliche Befruchtung. Erfahrene Spezialisten kennen das gesamte Spektrum möglicher Ursachen und überblicken sowohl Diagnostik- und Behandlungsmöglichkeiten der Kinderlosigkeit. Sie entwickeln im diskreten und vertrauensvollen Gespräch mit den Familien einen geeigneten Therapieplan.

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Akupunktur, Naturheilkunde
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Naturheilkunde

Die in Deutschland angewandte Naturheilkunde möchte weitgehend auf chemische Arzneimittel verzichten und unterstützt mit natürlichen Mitteln und Therapien die Selbstheilungskraft des Körpers. Die Behandlungsmethoden sind dabei äußerst vielfältig – ob und welche naturheilkundliche Behandlung empfehlenswert ist, hängt vom Zustand des Patienten und dessen Krankheitsbild ab. Von zentraler Bedeutung ist, dass der Patient bewusst und aktiv zum Heilungsprozess beiträgt.

Insbesondere Licht, Luft, Bewegung, Ruhe, Nahrung, Atmung, Gefühle spielen bei der Heilung eine wichtige Rolle. So umfassen die klassischen Bereiche der Naturheilkunde die Pflanzenheilkunde, die Wassertherapie, die Bewegungstherapie, die Ernährungstherapie und die Ordnungstherapie. Im weiteren Sinne zählen auch die Homöopathie, die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und die ayurvedische Medizin hinzu.

Naturheilkundliche Therapeuten sind oftmals Ärzte, die nach Abschluss ihrer Facharztausbildung eine umfängliche Weiterbildung durchlaufen und von der deutschen Ärztekammer die offizielle Zusatzbezeichnung „Naturheilverfahren“ erhalten haben. Außerdem gibt es in Deutschland den Beruf des staatlich anerkannten Heilpraktikers, der kein approbierter Arzt sein muss, jedoch nach einer mehrjährigen Ausbildung eine staatliche Prüfung abgelegt hat.

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Nephrologie

Chronische Nierenerkrankungen nehmen heutzutage immer mehr zu, dazu tragen unter anderem Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck bei. Werden diese Erkrankungen nicht medizinisch behandelt, kann sich eine chronische Nierenschwäche entwickeln. Kommt es zur Niereninsuffizienz können Betroffene nur dank einer Nierenersatztherapie (Dialyse, Nierentransplantation) überleben.

Die Nephrologie ist das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Nieren- und Hochdruckerkrankungen befasst. Zu ihren Aufgaben gehören die Prävention, Diagnostik, alle nicht-operativen Therapien und die Nachsorge. Auch die Durchführung der extrakorporalen Blutreinigungsverfahren (Dialyse, Apherese, Immunadsorption) sowie die Betreuung von Patienten mit einer transplantierten Niere fallen in das Fachgebiet der Nephrologie.

Der Anfang einer Nierenerkrankung verläuft oft symptom- und schmerzfrei, daher spielt die Früherkennung eine besonders wichtige Rolle. Denn früh erkannt, kann der Nierenfunktionsverlust oft noch aufgehalten oder zumindest verzögert werden, sodass Patienten die Dialyse erspart bleibt. Auch deshalb raten Fachleute zu einer regelmäßigen Kontrolle der Nierenfunktion durch den Hausarzt.

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Neurochirurgie

Erkrankungen, Fehlbildungen und Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems bilden das Gebiet der Neurochirurgie. Zum zentralen Nervensystem (ZNS) gehören das Gehirn und das Rückenmark, das periphere Nervensystem umfasst die Nerven außerhalb des Schädels und des Rückenmarks. 

Früher bedeuteten Operationen am Schädel und an der Wirbelsäule oft Eingriffe mit großem Risiko und einem langwierigen Heilungsverlauf. Heute können aufgrund moderner bildgebender Methoden und minimalinvasiver Techniken Operationen schonend durchgeführt werden. Für die betroffenen Patienten bedeutet das ein geringeres Risiko, weniger Schmerzen und ein schnellerer Heilungsprozess. Die minimalinvasiven Verfahren werden bereits in der Tumorchirurgie, der mikrochirurgischen Operation von Aneurysmen und in der Wirbelsäulenchirurgie eingesetzt.

Zur Neurochirurgie gehört auch das wichtige Feld der Schmerztherapie. Auch hier können Spezialisten minimalinvasive Methoden einsetzen, z.B. bei Schmerzen aus einem Bandscheibenvorfall, einer Wirbelkanalstenose und einem Karpaltunnelsyndrom.

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Neurologie

Neurologische Erkrankungen betreffen das Nervensystem oder das Gehirn. Da die Symptome oftmals nur der Betroffene selbst beschreiben kann, ist ein ausführliches Anamnesegespräch zentraler Bestandteil der Diagnostik. Mit dem Patienten und seinen Angehörigen bespricht der Spezialist die Historie der Erkrankung, ihren Verlauf und die Intensität. Tests von Motorik, Sensorik und der Koordination sowie Laboruntersuchungen und ggf. Gewebeproben ergeben ein erstes diagnostisches Bild.

Um den Stand einer Erkrankung zu erkennen und die Therapie zu planen, setzen Neurologen die sogenannte Elektroenzephalografie (EEG) ein, die Hirnströme misst, sowie die Elektromyografie, die Funktionen der Muskeln ermittelt. Hirnversorgende Gefäße können mit Ultraschall (sogenannte Doppler- und Duplexuntersuchungen) genauestens durchleuchtet werden. Bildgebende Verfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomografie (MRT) ergänzen die exakte Diagnostik der komplexen Erkrankungen. 

Patienten mit Schlaganfall, Nervenkrankheiten wie Multiple Sklerose und Parkinson, Kopfschmerzen und Migräne kann so von den Spezialisten wirkungsvoll geholfen werden. Da die Erforschung des Gehirns ebenso schnell voranschreitet wie die Entwicklung neuer Medikamente, bietet die Neurologie betroffenen Patienten große Hoffnung.

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Onkologie

Die Diagnose Krebs stellt Patienten und Angehörige oftmals unter Schock. Das schleichende und unkontrollierte Wachstum von Tumoren verläuft oftmals über eine lange Zeit symptomlos, die Diagnose beruht oft auf einem Zufall. Da bei früher Entdeckung die Erkrankung oftmals noch gut behandelt werden kann, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen besonders wichtig. 

Nach Angaben der WHO kommen Lungenkrebs, Brustkrebs und Darmkrebs weltweit am häufigsten vor. Die Behandlungsmethoden variieren entsprechend der Krebsarten und nach Stadium der Krebserkrankung. Jede Tumorart ist anders und der Verlauf kann sich von Mensch zu Mensch unterscheiden, daher benötigt jede Patientin und jeder Patient eine individuelle Behandlung. 

Zur Krebstherapie werden sowohl die operative Entfernung von Krebsgewebe wie auch Strahlentherapie sowie Chemotherapie eingesetzt. Mithilfe einer Hormontherapie werden körpereigene Hormone gehemmt, um die Ausbreitung eines Tumors einzuschränken. Auch kann die Transplantation von Blutstammzellen notwendig werden, z.B.  wenn Leukämiepatienten nach der Chemotherapie oder Bestrahlung gesundes Knochenmark benötigen.

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Orthopädie

Ein gesunder Bewegungsapparat ist wichtig für das Wohlbefinden des Menschen und schenkt täglich Lebensqualität. Die altersbedingt verstärkt auftretenden Probleme an Muskeln und Gelenken gehen mit Schmerzen einher und schränken im Alltag stark ein. Typische Krankheitsbilder der Orthopädie sind Arthrose, Gelenkverschleiß, Rückenschmerzen und Osteoporose. Auch die Versorgung von Frakturen nach einem Unfall und von Wirbelsäulenverletzungen werden in der Orthopädie gewährleistet.

Die meisten Patienten, die für eine orthopädische Behandlung nach Deutschland reisen, suchen Behandlung im Bereich der Endoprothetik, d.h. der Implantation von Gelenkersatz, wie z.B. einem künstlichen Kniegelenk oder Hüftgelenk.
 
Vor jedem orthopädischen Eingriff steht eine ausführliche Diagnostik, wenn notwendig mit Röntgen und eventuell MRT und CT. Wo immer möglich, wird auf konservative Behandlungsmethoden zurückgegriffen, um Operationen zu vermeiden. Sollte eine Operation unumgänglich sein, verfügen die Berliner Krankenhäuser über modernste medizintechnische Geräte. Ein Bandscheibenvorfall kann z.B. besonders schonend mittels eines minimalinvasiven Verfahrens korrigiert werden. Mithilfe anschließender Rehabilitation erlangt ein Patient dann schnell seine Mobilität zurück.

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Plastische und Ästhetische Chirurgie

Die plastische und ästhetische Chirurgie nimmt Eingriffe an Organen und Gewebe vor, die die Köperformen verändern. Plastische Chirurgen sind etwa im Einsatz, wenn es um eine komplexe Wiederherstellung z.B. nach einem Unfall, Verbrennungen oder Operationen geht. Zugleich operieren sie Hände und Gesicht oder optimieren Körperkonturen. Da das Fachgebiet neben der ärztlichen Expertise auch sehr viel Erfahrung und Geschick erfordert, gibt es in Deutschland die eigens geschützte Qualifikation „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“. Sie beruht auf umfassender ärztlicher Weiterbildung.

Patienten, die sich eine Veränderung ihres Äußeren wünschen, empfinden oft einen starken subjektiven Leidensdruck. Jüngere Patienten entscheiden sich immer mehr für eine Korrektur der Nase oder eine Brustvergrößerung. Ältere Patienten hingegen tendieren eher zu Korrekturen im Gesicht wie eine Faltenbehandlung, Augenlidstraffung oder gar Facelifting.

Auch im Rahmen der Adipositas-Therapie spielt die ästhetische Chirurgie eine wichtige Rolle. Nach einer starken Gewichtsabnahme bleibt häufig eine schlaffe Haut bestehen. Viele Patienten entscheiden sich hier für das Fettabsaugen an Bauch, Oberschenkel oder Oberarmen.

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Pneumologie

Nase, Mund, Rachen, Luftröhre oder Lunge können von Atemwegserkrankungen betroffen sein. Die häufigsten Erkrankungen in diesem Bereich sind Asthma, die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) sowie Lungenentzündung und Lungenkrebs. Geläufige Symptome der betroffenen Patienten sind Husten und Heiserkeit, Halsschmerzen, Atembeschwerden oder Luftnot.

Nach einer ausführlichen Anamnese mit Abhören und Abklopfen des Brustraums kann ein Lungenfacharzt eine weiterführende Diagnostik anordnen. Dann kommen z.B. Ultraschall, Röntgen oder CT zum Einsatz. Die Funktion der Lunge kann der Arzt mithilfe der Spirometrie messen, die das Luftvolumen beim Ein- und Ausatmen erfasst. Mithilfe des Lungenszintigramms können die Blut- und Luftbahnen durch radioaktive Strahlen dargestellt werden. Zusätzlich werden auch endoskopische Verfahren zur Untersuchung der Lunge eingesetzt, z.B. die Bronchoskopie oder die Thorakoskopie. Die exakte Diagnose, notfalls auch über eine Biopsie, ist die Voraussetzung für eine schnelle Heilung der bedrohlichen Lungenerkrankungen.

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Prävention und Diagnostik

Mit ärztlicher Diagnostik können manifeste Beschwerden, subjektive Bedenken und familiäre Dispositionen eines Patienten analysiert werden. Zu einer professionellen Diagnostik gehören das ausführliche Anamnesegespräch und die umfassende körperliche Untersuchung sowie weiterführende apparategestützte Untersuchungen. Oftmals steht eine Diagnostik an erster Stelle, um einen Behandlungsplan zu erstellen und einen stationären Aufenthalt vorzubereiten. 

Viele Diagnostikmaßnahmen können ambulant erfolgen, invasive Maßnahmen erfordern jedoch eine stationäre Aufnahme. Manchmal ist der stationäre Aufenthalt auch sinnvoll, wenn mehrere Analysen an aufeinanderfolgenden Tagen anstehen. Um Anfahrten und Wartezeiten zu vermindern, bieten viele Krankenhäuser eine stationäre Aufnahme zum Komfort des Patienten an.

Diagnostik kann auch Teil von Präventivmaßnahmen sein. So trägt etwa eine deutsche Krankenkasse ab 55 Jahren die Kosten einer Koloskopie für Patienten und alle zwei Jahre für einen Gesundheits-Check-up. Ziel ist es, häufig auftretende Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenerkrankungen oder Diabetes früh zu erkennen. Auch durch Bewegung, gesunde Ernährung und Stressabbau können wichtige Krankheitsursachen bekämpft werden. Der untersuchende Arzt fasst die Untersuchungsergebnisse in einem gut verständlichen Abschlussbericht zusammen und gibt dem Patienten konkrete Empfehlungen und Ratschläge mit auf den Weg.

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Psychiatrie

Psychische Erkrankungen gehören heute zu den weit verbreiteten Volkskrankheiten. Nach einer Studie der WHO leidet weltweit jeder Zehnte an Depressionen und Angststörungen, ein nicht geringer Anteil muss stationär in einer psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik behandelt werden. Auch Burnout und Demenz gehören zu den häufigen psychischen Erkrankungen. 

Nur ein erfahrener Facharzt der Psychiatrie oder ein Psychotherapeut kann eine klinische Diagnose stellen. Dabei wird untersucht, ob der Patient unter einer bestimmten oder auch unter mehreren psychischen Erkrankungen leidet und wie stark diese ausgeprägt sind. Das ist wichtig, denn die Art der Therapie kann sich je nach Art und Schwere der Erkrankung erheblich unterscheiden. 

Bei einigen psychischen Erkrankungen können Störungen des Hirnstoffwechsels beteiligt sein. Dann können Medikamente (sogenannte Psychopharmaka) zum Einsatz kommen. Zu den wissenschaftlich fundierten Mitteln zur Behandlung psychischer Erkrankungen gehört außerdem die Psychotherapie. 

Ob bei Patienten aus dem Ausland eine Therapie unter Hinzunahme eines vertraulichen Dolmetschers sinnvoll ist, sollte vorab bedacht werden. Ebenso sollte man beachten, dass eine Psychotherapie ein langer Prozess ist, der selten in wenigen Sitzungen abgeschlossen ist.

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Rehabilitation

Nach einer Operation oder schweren Erkrankung kann die Rehabilitationsmedizin Betroffenen helfen, wieder ein gesundes und eigenständiges Leben zu führen. Je nach Situation und Krankheitsbild setzt die Rehabilitation physikalische Therapie, Sprachtherapie, Physiotherapie, Gerätetraining sowie viele andere Therapieformen ein. Spezialisierte Ärzte für Rehabilitationsmedizin begleiten den Patienten auf dem Weg zurück ins Leben. Dies kann sowohl stationär in einem Krankenhaus erfolgen oder auch als ambulante Rehabilitation. 

Eine der häufigsten Indikationen für eine Rehabilitation sind neurologische Erkrankungen wie z.B. der Schlaganfall. Nach der Versorgung im Krankenhaus werden in der sogenannten Frührehabilitation beim Patienten zunächst motorische und sensorische Funktionen stimuliert. Danach lernt der Patient z.B. mit einem Ergotherapeuten, sich anzuziehen oder zu waschen. In der dann folgenden Phase bereitet sich der Patient auf den Alltag außerhalb der Klinik vor, übt Arbeitsabläufe und gewinnt Sicherheit. Neben der neurologischen Reha werden auch orthopädische Rehabilitation, z.B. nach einer Operation, kardiologische Reha, z.B. nach einem Herzinfarkt, oder onkologische Rehabilitation nach einer Krebstherapie angeboten.  

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Rheumatologie

Rheumatische Erkrankungen sind zumeist sehr schmerzhafte, entzündliche Erkrankungen. Sie betreffen Menschen in allen Altersklassen, auch Jugendliche und Kinder. Besonders häufig ist die rheumatoide Arthritis mit stark schmerzenden Gelenken, aber nicht nur Gelenke und Knochen erkranken, auch weiche Gewebe (Muskeln, Bänder, Sehnen) können betroffen sein.

Die Rheumatologie ist eine Fachrichtung der Inneren Medizin, die sich mit der Diagnose und Therapie der meist chronisch verlaufenden Autoimmunerkrankung beschäftigt. Beispiele für häufige rheumatische Erkrankungen sind das entzündliche Gelenkrheuma, das entzündliche Weichteilrheuma, Morbus Bechterew, Gelenkentzündungen bei einer Infektion und bei Schuppenflechte und der systemische Lupus erythematodes. Bei nicht-entzündlichen rheumatischen Erkrankungen handelt es sich zumeist um Alterungs- bzw. Verschleißerscheinungen oder Verletzungen, die von Fachärzten der Orthopädie behandelt werden.

Zur Behandlung rheumatischer Erkrankungen werden entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Außerdem helfen Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie oder physikalische Therapie. Im fortgeschrittenen Stadium ist bei manchen Betroffenen eine Operation unumgänglich, bei der das angegriffene Gelenk versteift oder durch eine Prothese ersetzt wird. Eine spezielle Ernährung kann die Therapie oft positiv unterstützen.

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Transplantationsmedizin

Für Patienten mit einer schweren Funktionsstörung an Herz, Leber, Niere oder Lunge ist eine Transplantation oft die letzte Hoffnung. Derzeit warten in Deutschland allein mehrere hundert Patienten auf ein Spenderherz. Die Transplantation von Organen menschlicher Spender unterliegen in Deutschland dem strengen Transplantationsgesetz. Es legt unter anderem fest, dass ein Patient nach Bedürftigkeit und Erfolgsaussicht und nicht nach finanziellen Kriterien eine Organspende erhält. Transplantationen werden ausschließlich in zertifizierten Transplantationszentren durchgeführt. 

Die Niere sowie Teile der Leber können als Lebendorgan transplantiert werden. Dem gehen ausführliche Tests zur Kompatibilität des Spenders und Empfängers voraus. Bei der Nierentransplantation gibt es inzwischen neue Verfahren, die diese auch bei zwei unterschiedlichen Blutgruppen ermöglicht. Der Prozess ist insgesamt mit sehr hohen Anforderungen verbunden. Lebendspenden sind in Deutschland nur unter nahen Verwandten oder einander persönlich eng verbundenen Personen zulässig. Um eine psychische Abhängigkeit oder einen möglichen Zwang auszuschließen, gibt es neben den medizinischen ausführliche psychologische Untersuchungen.

Verbesserte Operationstechniken und Fortschritte in der Immuntherapie tragen dazu bei, dass die Erfolgsaussichten bei Organtransplantationen stark gestiegen sind. Die intensive Phase der Nachsorge erstreckt sich auf etwa vier bis sechs Wochen und ist der kritische Teil der Behandlung. Jede Organtransplantation macht es erforderlich, den Patienten lebenslang medikamentös vor einer Transplantatabstoßung zu schützen. Lebenslang notwendig sind auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen, die anfangs in sehr engen Zeitabständen und allmählich mit größerem Abstand erfolgen. Internationale Patienten sollten sich deshalb vor einer Transplantation absichern, dass eine Nachsorge und dauerhafte Kontrolle in ihrem Heimatland möglich ist. 

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Urologie

Bei Erkrankungen oder Beschwerden im Bereich der Nieren, der Blase und der harnleitenden Organe sowie bei Beschwerden im Bereich der Männergesundheit ist die Urologie das zuständige Fachgebiet. Eines der am häufigsten behandelten Organe ist die männliche Prostata, ihre gutartige Vergrößerung zählt zu den häufigsten urologischen Erkrankungen.

Bei schwereren Problemen im urogenitalen Bereich reicht das Behandlungsspektrum von medikamentösen Therapien bis hin zu operativen Eingriffen. Die sogenannte transurethrale Resektion der Prostata, bei der Gewebe mittels eines Endoskops abgetragen wird, gehört zum Standard. Auch das Laserverfahren HoLEP ist bei Prostata-Operationen fest etabliert. Es ermöglicht die Behandlung von Tumoren und die Entnahme von Gewebeproben.

Leider ist Prostatakrebs eine weltweit stark verbreitete Erkrankung, in Deutschland gilt sie sogar als die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Doch je früher der Krebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Deshalb sind regelmäßige Untersuchungen beim Urologen zur Prophylaxe so wichtig.

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Zahnmedizin

Für einen guten Gesundheitszustand sind gesunde Zähne wichtig. Nicht selten haben allgemeine Beschwerden wie Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Tinnitus ihre Ursache in den Zähnen und der Funktion des Kauorgans. Und umgekehrt: Viele Krankheiten (z.B. Bluterkrankungen, Krebs, Infektionen) zeigen Symptome in der Mundhöhle. Darum bieten Zahnmediziner oftmals eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen wie der Kieferorthopädie, Osteopathie, Neurologie oder Kieferchirurgie an.

Freiliegende Zahnhälse, angegriffener Zahnschmelz, Karies, Zahnfleischentzündung oder Parodontitis sind die häufigsten Ursachen für peinigende Zahnschmerzen. Aufgabe der konservativen Zahnbehandlung ist die Diagnostizierung der Karies, das Beseitigen der demineralisierten und infizierten Zahnsubstanz und der Wiederaufbau mit adäquatem Material. Wenn ein Zahn nicht erhalten werden kann, bieten Kronen, Brücken und Implantate die Möglichkeit eines Zahnersatzes. Dabei spielt neben medizinischen Aspekten auch die Ästhetik eine große Rolle.

Für eine gute Zahngesundheit muss möglichst schon in der Kindheit das richtige Zähneputzen gelernt werden, ebenso sollte auf Essgewohnheiten mit einem möglichst geringen Zuckerkonsum geachtet werden. Für die Zahnerhaltung ist eine Prophylaxe durch regelmäßige Kontrolle und professionelle Zahnreinigung sehr wichtig.

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